!!! Umzug des Blogs -> Neuer RSS-Feed !!!

Vor etwa 30 Minuten haben wir beschlossen, den Blog von WordPress.com auf unsere eigene Website umzuziehen. Der Blog wird weiterhin unter http://www.limonat.de erreichbar sein, aber nicht mehr unter http://limonat.wordpress.com.

Grund sind die eingeschränkten Anpassungsmöglichkeiten was Design und Layout angeht auf WordPress.com. Erstaunlicherweise sind wir jetzt schon mit dem Umzug fertig. Jeder Hoster, der PHP und MySQL unterstützt, kann auch WordPress hosten. Die Installation ist sehr einfach und klappt ohne weiteres mit dieser Anleitung per FTP. Nach der Installation können die bestehenden Postings von anderen Blogs per RSS importiert werden. Für WordPress stehen dutzende Plugins und Themes zur Verfügung.

Deswegen ist jetzt unsere kurze Zeit auf WordPress.com beendet. Aktualisiert bitte Euren RSS-Feed auf http://www.citronat.de/blog/?feed=rss2 und erschreckt nicht, wenn die Seite demnächst etwas umgestaltet wird.

February 14, 2006 at 8:38 pm 2 comments

Lift 06 Berichte: Robert Scoble über Corporate Blogging

Der Stargast der Lift 06 war ohne Zweifel Robert Scoble. Scoble, der Blog-Pionier von Microsoft (Scobleizer, Channel 9), hielt seinen Vortrag über „Corporate Blogging“.

Zunächst ging Scoble darauf ein, was seine persönliche Motivation war, mit dem Bloggen anzufangen (das war bereits vor seinem Start bei Microsoft). Nach dem DotCom-Crash hätten er und seine Freunde ein Zeichen gegen die Intransparenz der gerade abgestürzten New Economy Unternehmen setzen wollen. Sie begannen zu bloggen, um ihre Sicht der Dinge den frisierten Press Releases der Unternehmen entgegen zu setzen.

Als Scoble bei Microsoft angestellt wurde, fragte er gar nicht erst, ob er über seine Arbeit bloggen dürfe. Er tat es einfach. Auf Nachfrage aus dem Publikum erklärte Scoble, wie Microsofts Reaktion war: Es wurde mehrfach versucht, ihn zu feuern und nur dank guter Kontakte in die Geschäftsführung überstand er die Attacken.

Was die Marketingleute erboste: Scoble zeigte alles ehrlich und ungeschminkt, z.B. auch abstürzende Windows PCs wenn er eine neue Software testete. Microsoft habe große Angst vor schlechter Mundpropaganda gehabt, die sich in der Blogosphäre wie „on speed“ ausbreiten könne. Aber Scoble überzeugte die Microsoft-Chefs, dass es besser sei, an der allgemeinen Konversation teilzunehmen (und sie positiv zu beeinflussen) als ihr nur zuzuschauen.

Scoble führte einige weitere gute Gründe an, warum es sich für Unternehmen lohnen kann, zu bloggen:

  • Fachkompetenz demonstrieren: „Die Leute denken immer, dass sie für Ihr Wissen bezahlt werden, und wollen es deshalb nicht offenlegen. Aber die, die es tun, zeigen damit, was sie drauf haben und deshalb vertraut man ihnen.“
  • Vertrauen erzeugen: Man sollte Kunden alles, was in der Firma vorgeht, erklären. „Wenn man sich den Kunden öffnet, helfen sie einem in Schwierigkeiten wieder raus.“ (“Your customers will help you out, if you invite them in.”)
  • Positive Mundpropaganda fördern: Blogs helfen, Personen zu finden, die die Firma oder ihre Produkte mögen.
  • Google liebt Blogs: 85% der Besucher der Microsoft-Blogs kommen direkt von Google. “If you don’t blog, you don’t exist.”
  • Beziehungen und Kommunikation: Blogs sind für Scoble das beste Tool, um Beziehungen aufzubauen und zu erhalten.

Das Bloggen von Firmen sollte sich in drei Stufen entwickeln:

  • Anfangen
  • Konversationen mit den Kunden aufnehmen
  • Den Kunden zuhören und beweisen, dass man zugehört hat

Schließlich gab der Scobleizer, der nach eigenen Angaben täglich etwa 20.000 Leser hat, noch ein paar Erfolgstipps fürs Blogging:

  • Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit: Hat man das Gefühl, dass Inhalte durch ein PR-Team zensiert werden, ist das Gift für den Blog. Ehrlichkeit ist die wichtigste Regel beim Bloggen!
  • Man sollte Zeit dafür haben.
  • Man kann nicht nur Aufsätze online stellen, sondern muss auch an der Konversation teilnehmen.
  • Man muss schnell sein.
  • Man muss „linky“ sein, also Links auf interessante Inhalte setzen
  • Interessante Inhalte: Videos und Podcasts sind sehr beliebt und werden sehr oft verlinkt, da sie sehr glaubwürdig sind.

Auf die Frage hin, ob es auch Missbrauch beim Corporate Blogging geben könne, bekräftigte Scoble seinen Glauben an die Selbstreinigungskraft der Community. Es sei zwar möglich, dass ein gefälschter Blog für ein paar Tage bestehen könnte, aber die Community würde sich schnell austauschen und den betroffenen Blog einfach nicht verlinken.

Seine Erkenntnisse sind in dem neuen Buch Naked Conversations nachzulesen. Das Buch ist – wie könnte es anders sein – über einen Blog geschrieben worden…

PS: Scoble verriet zum guten Schluss auch noch seine Software zum Lesen von Blogs.


February 13, 2006 at 7:46 pm Leave a comment

Die Webzweinullste Firmenwebsite…

…hat definitiv 83 Degrees. Man kann’s auch übertreiben ;-)

February 12, 2006 at 5:13 pm Leave a comment

Jenny Lam: Die Frau hinter der Vista User Experience

Wer schon immer mal wissen wollte, wer hinter dem neuen schicken Design von Windows Vista steht, kann sich hier ein Interview von Robert Scoble mit Jenny Lam anschauen. Sie ist die User Experience Designerin von Microsoft. Ihre wichtigsten Aussagen:

  • Im Mittelpunkt des Designs steht für sie die User Experience. Es gehe nicht um Gadgets oder Logos, sondern darum die “Brand” in allen Designelementen und in der Interaktion komplett erlebbar zu machen.
  • Interessanterweise erzählte Lam, dass die Icons bei Vista nicht vektorbasiert seien, sondern in Ico-Files in Größen bis zu 500 KB vorliegen würden. Das Designteam habe nicht vektorbasiert gearbeitet, da es nicht möglich gewesen sei, mit Vektortools den Icons ähnlich gut Leben einzuhauchen wie mit Photoshop.

    February 10, 2006 at 6:58 pm Leave a comment

    Lift 06 Berichte: Xavier Comtesse über ConsumActors und TransformActors

    Xavier Comtesse (vom Schweizer „Think tank for economic and social issues“ Avenir Suisse) ist davon überzeugt, dass wir uns mitten in einer neuen Revolution befinden: Dank Wikis, Blogs, iPods, Flickr & Co seien aus passiven Verbrauchern aktive Teilnehmer in der Wertschöpfungskette von Produkten und Services geworden. Die New Economy sei deswegen wieder auferstanden. Für diese neuen Arten von Akteuren erfand Comtesse die folgenden Begriffe:

    • TransformActors: Bei TransformActors handelt es sich um Firmen, Produkte oder Services, die Vorgänge digitalisieren, die zuvor von Menschen ausgeführt wurden. Zum Beispiel ersetzen Online-Banken langsam reale Banken. TransformActors wie Amazon oder Apple waren nie zuvor im „realen“ Buch- bzw. Musikgeschäft tätig, bevor sie es erfolgreich digitalisierten.
    • ConsumActors: Der Konsument ist aktiv und muss nicht selten das unfertige Produkt fertig stellen. Er wird damit ein Teil der Wertschöpfungskette. Beispiele: Billigfluglinien wie easyJet (der Kunde stellt sich selbst sein Flugticket aus), der iPod im Zusammenspiel mit iTunes (der Kunde lädt seinen iPod selbst mit heruntergeladenen Songs auf)

    Laut Comtesse werden die neuen Geschäftsmodelle die alten über kurz oder lang vollständig ersetzen. (Dies löste einige erstaunte Nachfragen aus dem Publikum aus. Woraufhin Comtesse betonte, dass es sich dabei um einen langsamen aber unaufhaltsamen Prozess handele.) Seine Beispiele hierfür:

    • Telekommunikation: TransformActor Skype wird von den ConsumActors geliebt.
    • Medien: Wir ConsumActor verändern mit der Blog-Kultur den Mediensektor. Blogger werden zu immer wichtigeren Berichterstattern von Events. Yeah!

    February 10, 2006 at 5:27 pm Leave a comment

    Live.com: So werden viele Web-Anwendungen sich mal anfühlen…

    …in ein paar Wochen, Monaten oder vielleicht Jahren: Live.com von Microsoft.

    February 10, 2006 at 12:44 pm 1 comment

    Last.fm: Web-Radio re-invented

    Gerade gefunden: Last.fm eine Art Social Software für Web-Radio. Man muss ein Plugin für den eigenen Mediaplayer installieren, der die lokal gespielten Songs an Last.fm überträgt. Dafür bekommt man dann personalisierte Musikempfehlungen und man lernt Leute aus der Community kennen, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben. Das ganze soll in einem personalisierten Web-Radio gipfeln.

    Each music profile belongs to one person, and describes their taste in music. Last.fm uses these music profiles to make personalized recommendations, match you up with people who like similar music, and generate custom radio stations for each person.

    February 8, 2006 at 9:07 pm Leave a comment

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